Russlands Kampfpanzer T-14 Armata – Daten, Fakten, Mythen


Für die einen ist der russische Kampfpanzer T-14 ‚Armata‘ bahnbrechend, revolutionär und eine militärtechnologische Sensation. Für die anderen eher ein für Russland zu kostspieliger Pleiten-, Pech- und Pannenpanzer. Während die Aufnahme der Serienproduktion sowie die Auslieferung größerer Stückzahlen auf sich warten lassen, sucht Russland bereits nach Käufern im Ausland. Der T-14 soll schon in Syrien erprobt worden sein, dabei kam es angeblich auch zu einem Totalverlust durch Beschuss. Ist der T-14 nur ein Schreckgespenst oder ein überlegener Gegner für Leopard 2, M1 Abrams, Challenger 2 & Co.? (For an English translation of this blog post see here)


Seit über 100 Jahren beherrscht der Kampfpanzer die Schlachtfelder dieser Welt. Doch mit dem Ende des letzten Golfkrieges 2003 schien dessen Bedeutung zu schwinden. Der Krieg gegen den Terror, die Verlagerung des Kampfes in zunehmend urbane Gebiete, asymmetrische Konflikte mit ihren improvisierten Sprengsätzen und immer wirkungsvolleren Panzerabwehrwaffen in den Händen von Aufständischen zeigten Panzern zunehmend ihre Grenzen auf. Seit der Annexion der Krim 2014 durch Russland und dem anschließenden Krieg in der Ostukraine ist aber ein konventioneller Konflikt in Europa wieder in den Bereich des Möglichen gerückt, die Landesverteidigung erlebt eine Renaissance. In solchen „herkömmlichen“ Konflikten zwischen zwei (fast) ebenbürtigen Gegnern ist es eine militärische Binsenweisheit, dass die Rückeroberung und das Halten von Gelände weiterhin hauptsächlich durch mechanisierte Infanterie und Kampfpanzer möglich sein wird.

Kampfpanzer Leopard 2 A5 bei einer Lehr- und Gefechtsvorführung – Bundeswehr-Fotos / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), keine Änderungen

Der deutsche Kampfpanzer Leopard 2 ist einer der leistungsfähigsten Kampfpanzer weltweit, aber er stammt bereits aus den 1980er Jahren. Trotz der vielen Verbesserungen bei der Panzerung, der Feuerleitanlage und der Feuerkraft selbst, stößt er an die Grenzen seines Entwicklungspotentials. Ein Rheinmetall-Mitarbeiter brachte es so auf den Punkt: „Man kann sie mit Lippenstift schminken, aber sie ist und bleibt eine alte Dame.“ Die Zeit des Leopard 2 geht unwiderruflich dem Ende entgegen. Das Gleiche gilt übrigens auch für den M1A2 Abrams der USA oder den Challenger 2 aus Großbritannien. Mit immer neuen Kampfwertsteigerungen versuchen die NATO-Staaten das Unausweichliche, nämlich die Entwicklung eines gänzlich neuen Kampfpanzers, immer weiter hinauszuzögern. Erst ab 2035, also in knapp 15 Jahren, soll laut der heutigen Planung der neue europäische Kampfpanzer, das sogenannte „Main Ground Combat System“ (MGCS), u.a. den deutschen Leopard 2 ablösen. Wer die bisherigen Zeitplanungen beim militärischen Großgerät der Bundeswehr kennt, weiß, dass man hier getrost noch ein paar weitere Jahre hinzurechnen darf und die ersten wirklich einsatzbereiten Serienmodelle vermutlich erst ab 2040 bei der Truppe eingeführt werden können. Zu diesem Zeitpunkt wäre der Leopard 2 entwicklungstechnisch 60 Jahre alt! Vor diesem Hintergrund traf die Präsentation des neuen russischen Kampfpanzers T-14 zur Siegesparade am 9.5.2015 in Moskau den Westen wie ein rüstungstechnischer Donnerschlag. In der Folgezeit entbrannte ein heftiger Streit in der westlichen Fachpresse über den Panzer selbst, dessen Konzept und seine tatsächlichen Fähigkeiten. Viele der veröffentlichen Artikel waren entweder oberflächlich ablehnend oder aus offensichtlich politischen Gründen extrem kritisch. Jede noch so kleine Panne oder Mangel, jede Verzögerung wurde genutzt, um das hinter dem T-14 stehende Konzept gänzlich in Frage zu stellen. In der russischen Presse wiederum wird der T-14 gegenüber sämtlichen Kampfpanzern der NATO als haushoch überlegen bejubelt. Tatsächlich aber liegt die Entwicklung des Leopard 2 und M1A2 bereits über 40 Jahre zurück und nur durch Kampfwertsteigerungen sind diese überhaupt noch einsatzfähig. Somit fehlt dem T-14 eigentlich ein echter Rivale als Vergleich. Dieser Blog-Beitrag will sich weder in die Gruppe der russischen Claqueure noch in die der harschen westlichen Kritiker einreihen. Vielmehr soll versucht werden, aus einer Vielzahl unterschiedlcher Informationen in frei verfügbaren, offenen Quellen und durch eine unvoreingenommene Analyse den Tatsachen möglichst nahe zu kommen. Trotzdem ist und bleibt vieles beim T-14 geheim.

Vitaly V. Kuzmin, CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), via Wikimedia Commons, keine Änderungen

Entwicklung

Die ehemalige Sowjetunion und Russland haben seit den 1930er Jahren im Panzerbau wichtige Meilensteine gesetzt. Der T-34 gilt bei Experten bislang als eine der gelungensten Panzermodelle überhaupt. Er war der erste in Serie gebaute Kampfpanzer mit einem Dieselmotor, dessen perfekte Balance aus Feuerkraft, Schutz und Mobilität deutschen Panzern ab 1941/42 das Fürchten lehrte. Der T-55 besaß als erster Kampfpanzer einen rudimentären ABC-Schutz und der T-62 eine Glattrohrkanone zum Verschießen entsprechender Pfeilgeschosse. Beim T-64 sowie den nachfolgenden A/B-Varianten kamen erstmals ein Ladeautomat, eine Brandunterdrückungsanlage und eine Kompositpanzerung zum Einsatz. Der T-72 ist aktuell der am meisten genutzte Kampfpanzer der Welt, dessen schwächere Exportversion im Golfkrieg 1990/1991 aber gegenüber dem M1 Abrams aus den USA hoffnungslos unterlegen war. Die im T-80U ab 1985 verwendete Reaktivpanzerung „Kontakt-5“ konnte erstmals die Durchschlagsleistung von Pfeilwuchtgeschossen bzw. KE-Penetratoren westlicher Kampfpanzer um über 30% reduzieren. Der T-90, ein modernisierter T-72B, verfügt als erster Panzer serienmäßig über ein sogenanntes elektrooptisches Softkill-Aktivschutzsystem „Shtora-1„. Russland verfügt über 2.750 aktive und 10.200 eingemottete Kampfpanzer. Die ehemalige Sowjetunion hat fast 100.000 T-54/55 Panzer, 20.000 T-72 und 3.200 des neueren T-90 gebaut, der immer noch produziert wird. Russland plant, bis 2027 weitere 900 Panzer anzuschaffen, darunter 500 Stück des neuen T-14 und 400 des neuesten T-90M. Russland will auch seine älteren T-72 auf den 2010 eingeführten Standard T-72B3 aufrüsten.

Trotz dieser beeindruckenden Produktionszahlen sowie technologischen Errungenschaften musste Russland bei den Konflikten in Georgien und in Tschetschenien schmerzhafte Verluste bei seinen Kampf- und Schützenpanzern hinnehmen. Ursache hierfür waren u.a. improvisierte Sprengsätze sowie tragbare Panzerabwehrraketen bzw. -granaten aber auch die mechanische Unzuverlässigkeit der eingesetzten russischen Panzermodelle, das Fehlen einer wirkungsvolleren Reaktivpanzerung und effektiverer Brandschutzsysteme. Eine der hieraus gezogenen Konsequenzen war die Entwicklung einer gänzlich neuen Familie gepanzerter Fahrzeuge auf dem sogenannten Armata-Fahrgestell, die in nur fünf Jahren erfolgte und einige Konzepte bzw. Technologien des aufgegebenen T-95 Projektes weiter verwendet. Zur Armata-Familie gehören bislang neben dem T-14 Kampfpanzer als bekannteste Variante auch der schwere Schützenpanzer T-15, der T-16 BREM Bergepanzer, der Kurganez-25 Infanteriekampfwagen sowie die 2S35 Koalizija-SW Panzerhaubitze. Der T-14 stellt eine Abkehr der früheren sowjetischen Praxis bei gepanzerten Fahrzeugen dar, relativ einfache, kostengünstige, aber spezialisierte Plattformen zu entwickeln, die sich alle in ihrer Konstruktion an den Erfahrungen orientieren, die die Rote Armee im Kampf gegen die Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs gewonnen hatte. Die sowjetischen Panzer waren relativ einfach, extrem robust und wurden in großen Stückzahlen hergestellt. Sowjetische Panzer legten weniger Wert darauf, den westlichen Panzern eins zu eins ebenbürtig zu sein, sondern mehr darauf, den Gegner mit ihrer schieren Zahl zu überwältigen. Die Überlebensfähigkeit der Besatzung war eher zweitrangig. Jeder russische Panzer, auch der T-90, folgte dieser grundlegenden Konstruktionsphilosophie. Offensichtlich wurde mit dem T-14 diese traditionelle Art der Konstruktion gepanzerter Fahrzeuge aufgegeben. Das russische Militär scheint zum ersten Mal der Überlebensfähigkeit der Besatzung einen hohen Stellenwert einräumen zu wollen. Dies könnte auch auf Russlands Streben nach Professionalisierung seiner Armee und möglicherweise auf die rückläufige demographische Entwicklung des Landes zurückzuführen sein. Anstelle eines relativ einfachen Designs ist der T-14 mit einer Reihe von sehr fortschrittlichen Merkmalen ausgestattet, die noch nie in einem einsatzbereiten Kampfpanzer irgendwo anders auf der Welt umgesetzt wurden. Statt hoher Manövrierbarkeit und einer niedrigen Silhouette setzt man nun, wie bei den westlichen Modellen, auf eine starke Panzerung, ein hohes Schutzniveau für die Besatzung in Verbindung mit moderner Technologie und einen unbemannten Turm. Nach Einschätzung eines britischen Generalstabsoffiziers soll der T-14 aktuell der fortschrittlichste Kampfpanzer der Welt sein. Mit einem geschätzten Stückpreis in der Vorserienproduktion zwischen €5-7 Mio. ist er zudem der teuerste Kampfpanzer, den Russland je gebaut hat.

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Beschaffung

Ursprünglich plante die russische Armee, zwischen 2015 und 2020 bis zu 2.300 T-14 zu beschaffen, um ihre veralteten T-72, T-80 und T-90 nach und nach zu ersetzen. Aufgrund von Produktions- und Haushaltsproblemen verzögern sich diese Planungen nun bis mindestens 2025 und führten erst einmal zur Verschiebung des Beginns der Serienproduktion. Im Juli 2018 verkündete der stellvertretende Premierminister für Verteidigung und Raumfahrtindustrie, Juri Borissow, dass derzeit keine Notwendigkeit bestehe, den T-14 in Serie zu produzieren, wenn seine Vorgänger, nämlich die neuesten Varianten des T-72, „gegen amerikanische, deutsche und französische Pendants effektiv bleiben“. Stattdessen wurde, wohl auch aus Kostengründen, ein weiteres Modernisierungsprogramm für die vorhandenen T-72, T-80 und T-90 aufgelegt. 2019 gab es Berichte, dass es technische Probleme bei allen wichtigen Komponenten des T-14 gäbe, die teils auch auf die gegen Russland verhängten Sanktionen wegen der Militäraktionen in der Ukraine zurückzuführen seien. Im Februar 2020 stellte sich heraus, dass die Anforderungen an den geplanten Motor des T-14 vom Konstruktionsbüro nicht erfüllt wurden, wodurch sich die Einführung des Panzers weiter verzögerte. Im August 2020 teilte der Minister für Industrie und Handel Journalisten mit, dass die Produktion von 132 gepanzerten Kampffahrzeugen der Armata-Plattform, darunter auch T-14-Panzer, nach Lösung der Probleme mit den Motoren und Wärmebildsystemen begonnen habe und 2021 an die Streitkräfte ausgeliefert werden sollen. Am 10. August 2021 erklärte nun der stellvertretende Verteidigungsminister Alexej Kriworutschko, dass die russischen Streitkräfte in der zweiten Jahreshälfte erst einmal weitere 20 Panzer des Typs T-14 Armata erhalten werden. Russland hat nach eigenem Bekunden den T-14 bereits in Syrien zur Erprobung im Gefecht eingesetzt und plant den Verkauf u.a. an Indien, Ägypten, Belarus und Vietnam.

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Antrieb, Fahrwerk und -leistung

Ursprünglich sollte der T-14 von einem A-82-2-Turbodieselmotor mit einer Leistung von 1.200 PS angetrieben werden. Es handelte sich um einen Motor der neuen Generation, der viel kompakter war als die bisherigen russischen Modelle. Im Jahr 2019 wurde jedoch bekannt, dass der Panzer nun mit einem leistungsstärkeren A-85-3-Motor ausgestattet werden soll, der eine Leistung von 1.500 PS aufweise. Interessanterweise bezieht sich diese Angabe wohl auf eine Spitzenleistung, die nur in Kriegszeiten und auf Kosten einer extrem kurzen Lebensdauer von lediglich 2.000 Betriebsstunden genutzt werden kann. Im Normalbetrieb erreicht der A-85-3 1.350 PS. Der X-förmige 12 Zylinder-Viertakt-Dieselmotor mit zwei Abgasturboladern und Ladeluftkühlung befindet sich im Heck. Er wird in einem Block mit einem Automatikgetriebe ergänzt. Im Jahr 2020 tauchten jedoch Berichte auf, wonach der T-14 über ein manuelles Getriebe verfügen könnte. Das gesamte Aggregat wurde so konzipiert, dass es im Einsatz innerhalb einer Stunde ausgebaut und ersetzt werden kann. Westliche Panzer verfügen bereits seit der Zeit des Kalten Krieges über diese Funktion. Der T-14 ist der erste russische Panzer, bei dem Motor und Getriebe in einem Modul integriert sind. Es gibt zusätzlich ein Hilfstriebwerk, das alle Systeme mit Strom versorgt, wenn der Motor abgeschaltet ist. Außerdem sorgt es für einen reibungslosen Start des Motors bei niedrigen Temperaturen. Der T-14 verfügt somit über dieselbe Antriebsleistung wie der Leopard 2A7, ist jedoch mit einem Gefechtsgewicht von 55t (laut früherer Quellen: 50t) über 30% leichter, woraus eine spezifische Leistung von 27,3 PS/t resultiert. Verglichen mit den 20,8 PS/t des Leopard 2A7 ist der T-14 also deutlich beweglicher und erreicht je nach Geländetyp eine Geschwindigkeit von rund 80 km/h bei einer geschätzten maximalen Reichweite von ca. 500 km.
Im Gegensatz zu früheren russischen und sowjetischen Panzertypen besitzt der T-14 sieben 700mm-Laufrollenpaare, bei denen die zwei vordersten und die hinterste Aufhängung aktiv hydraulisch angesteuert werden können (hydropneumatisches Fahrwerk). Dies erlaubt die manuelle bzw. automatische Justierung des Fahrwerks an das jeweilige Terrain und ermöglicht so deutlich höhere Geschwindigkeiten im mittelschweren Gelände verglichen mit konventionellen Torsionsstab-Fahrwerken. Die Ketten des T-14 sind im Vergleich zu den westlichen Gegenstücken aufgrund des niedrigeren Gefechtsgewichtes schmaler, der spezifische Bodendruck wird sich dennoch in etwa derselben Größenordnung bewegen. Am Heck des Turmes wird ein Schnorchel mitgeführt, mit dem der T-14 tiefwatfähig gemacht werden kann.
Es wurde viel Wert auf die strategische Mobilität des T-14 gelegt. Dank seines Gewichts von 55t kann er ohne Weiteres auf der Schiene oder auf einem Anhänger transportiert werden, was die Lebensdauer von Motor und Getriebe schont, und er wird auch die meisten Brücken im westlichen Teil Russlands und in Osteuropa, im Gegensatz zum Leopard 2A7 bzw. M1A2 SEP V3, problemlos überqueren können. Zwei T-14 mit ihren Besatzungen und der gesamten Ausrüstung sind mit dem schweren Transportflugzeug An-124 luftverlegbar. Das meistgenutzte russische Transportflugzeug, die Il-76, kann in ihrer neuesten Variante jedoch nur einen T-14 und die dazugehörige Ausrüstung transportieren.

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Panzerung und Schutzsysteme

Im Vergleich zum T-90SM mit 48t ist der T-14 erheblich größer aber mit einem Mehrgewicht von 7t nur knapp 15% schwerer. Er ist fast so groß wie der deutsche Leopard 2A7. Und genau hier setzt die Kritik einiger westlicher Fachleute bzw. Analysten an. Mit 55t ist der T-14 Armata gegenüber dem Leopard 2A7 bzw. dem M1A2 SEPV3 mit ihren 72t bzw. 73t Gewicht deutlich leichter. Es wurden Zweifel geäußert, ob das von russischer Seite behauptete Schutzniveau bei Hohlladungsgeschossen von 1.100 bis 1.300mm und bei Pfeilgeschossen von 1.000mm Panzerstahläquivalent („RHA“: Rolled Homogeneous Armour – gewalzter homogener Stahl) überhaupt erreicht werden könnte (im Vergleich: M1A2 SEP 1.050mm RHA an der Wannenfront bei Pfeilgeschossen), weil bei dem genannten Gewichtsunterschied zwangsläufig der Schutz geringer sein muss. Bei dieser Frage allein auf das Gesamtgewicht zu verweisen, greift aber wohl zu kurz: Der T-14 soll über eine Verbundpanzerung aus Keramik nebst einer neuartigen Stahllegierung „44S-SV-SH“ verfügen, die ihre Eigenschaften auch bei arktischen Temperaturen nicht verliert. Sie wird in einem besonderen Elektroschlacke-Schmelzverfahren hergestellt, von dem russische Konstrukteure behaupten, dass diese Panzerung bei gleichem Gewicht eine um 15% höhere RHA-Leistung erreichen und Schutz auf einem ähnlichen Niveau wie STANAG 4569 Level 5 bieten kann. Dieser hohe Schutzgrad von 44S-SV-Sh wird angeblich durch die feinkörnige Materialstruktur, den optimierten Legierungsprozess und die spezielle Wärmebehandlung erreicht. Berücksichtigt man also, dass bei 15% höherer RHA-Leistung der T-14 eigentlich 63t wiegen dürfte und der unbemannte, ungleich schwächer gepanzerte Turm weitere ca. 10t an zusätzlichem Gewicht einspart, käme man auf ein Gesamtgewicht für einen vergleichbaren Kampfpanzer mit einem bemannten sowie stärker geschützten Turm von rund 73t, was dem Gewicht des M1A2 SEP V3 Abrams entspricht.

Und genau dieser unbemannte Turm ist es, was den T-14 so einzigartig macht und gegenüber einem bemannten zwei wesentliche Vorteile bietet:
1. Das besonders stark zu schützende Mannschaftsraumvolumen verringert sich um ungefähr 60%, was wiederum zu den oben erwähnten beträchtlichen Gewichtsersparnissen bei gleichem Schutzniveau für die dreiköpfige Besatzung führt. Diese sitzt nebeneinander in einer separaten gepanzerten Kapsel in der vorderen Wanne des Panzers und soll selbst im Fall eines direkten Treffers im Turm überleben können, zumal durch zwei weitere gepanzerte Trennwände zum Munitionskarussel unter dem Turm sowie zum hinteren Motorraum mit seinen Treib- und Schmierstoffen weitere Schutzvorrichtungen für die Mannschaft bestehen.
2. Das Turmvolumen wird ebenfalls reduziert: die Turmoberfläche ist etwa 35%, die Frontfläche etwa 15% kleiner als beim Leopard 2A6 bzw. M1A2 Abrams. Die Wahrscheinlichkeit eines Treffers beim ersten Schuss (ohne Richtfehler) mit dem Leopard 2A6 und dem modernsten verfügbaren Pfeilgeschoss DM63 auf den Turm eines T-14 in teilgedeckter Stellung auf eine Distanz von 3km soll nur ca. 25% betragen! Statistisch gesehen wären also vier Schüsse notwendig, um überhaupt einen Treffer zu landen.
Darüber hinaus verfügt der T-14 -im Gegensatz zu seinen westlichen Gegenstücken- über eine in das Panzerungs- und Schutzkonzept von vornherein fest integrierte explosive Reaktivpanzerung („ERA“) vom Typ „Malachit“ sowie zusätzlich über ein Abstandsaktives Schutzsystem („APS“) vom Typ „Afganit“ mit Soft- und Hardkill-Komponenten.

Vitaly V. Kuzmin, CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), via Wikimedia Commons, keine Änderungen

Bei der explosiven Reaktivpanzerung „Malachit“ handelt es sich um Sprengstoffschichten zwischen zwei dünnen Platten aus Metall oder Verbundwerkstoff, die in tragbaren, leicht montierbaren Kacheln an der Panzerhülle befestigt sind. Beim T-14 sind die Seiten in Schürzenform, der vordere Wannenbug und der Dachbereich des Turmes über der Kanone durch entsprechenden Malachit-Kacheln geschützt und -mit Ausnahme bei den Seitenschürzen- in die Außenhaut des Panzers integriert. Trifft ein Projektil auf diese Reaktivpanzerung, explodiert die Sprengstoffschicht und schleudert die Metallplatte dem Projektil entgegen. Die Wirkung der Granate wird dadurch (wenigstens teilweise) kompensiert, die Restwirkung muss durch die passive Panzerung des T-14 aufgefangen werden. Bis die entsprechenden Kacheln ersetzt sind, ist das betroffene Areal lediglich durch die passive Panzerung geschützt. Malachit verwendet das AESA-Radarsystem des T-14, um ankommende Geschosse zu erkennen und die reaktive Panzerung schon vor dem Aufprall zur Explosion zu bringen. Herkömmliche ERA ist wirksam gegen Raketen, Lenkwaffen und HEAT-Granaten, die beim Aufprall einen Strahl aus geschmolzenem Metall auf das Ziel schleudern. Gegen Wuchtgeschosse ist ERA jedoch weitgehend unwirksam. Die neue Panzerung soll aber einen Schutz von 1.000-1.100 mm gegen APFSDS und 1.200-1.400 mm gegen HEAT bieten. Russland behauptet weiter, dass Malachit nicht nur Tandemhohlladungen, die speziell gegen ältere ERA-Technologien entwickelt wurden, sondern auch Wuchtgeschosse ablenken bzw. zerstören könne. Letzteres wird von westlichen Fachleuten allerdings bezweifelt. Bei künftigen Einsätzen des T-14 in bebauten Gebieten wären vor allem leichte Panzerabwehrgranaten, die auf kurze Distanz auf die Seiten des Panzers abgefeuert werden, ein ernstzunehmendes Problem. Durch den An- bzw. Einbau der oben beschriebenen ERA-Elemente kann die Leistung von Hohlladungsgeschossen um mehr als 80% reduziert werden. Das beim T-14 verbaute Malachit stellt dabei eine konsequente Weiterentwicklung der Vorgängersysteme Kontakt-5 bzw. Relikt dar und dürfte entsprechend leistungsfähig sein. Wie schon bei Kontakt-5 wird auch Malachit in der Lage sein, die Durchschlagsleistung von Pfeilgeschossen zumindestens zu verringern, wobei die grösste Bedrohung für den T-14 weiterhin die grosskalibrigen Pfeilgeschosse von anderen Kampfpanzern sowie die modernen Panzerabwehr-Lenkwaffen darstellen. Diese westlichen Pfeilgeschosse, wie z.B. die DM63 mit Penetrator aus Wolframkarbid, besitzen eine Durchschlagsleistung von maximal 750mm RHA, bei den Lenkwaffen beträgt die maximale Durchschlagsleistung sogar zwischen 1.200mm (FGM-148 Javelin) und 1.400mm (AGM-114 Hellfire). Hiergegen kann selbst eine hochwertige passive Panzerung in Verbindung mit einer technologisch ausgeklügelten reaktiven Schutztechnologie eher weniger ausrichten.

Für die Abwehr moderner Panzerabwehrwaffen kommt beim T-14 daher das Aktivschutzsystem „Afganit“ zum Einsatz, das im Verbund mit Malachit einen erweiterten Schutz sowohl gegen Pfeilgeschosse als auch gegen leistungsfähige Raketen und Lenkwaffen bieten soll. Es besteht aus einem Verbund von vier Radarpanelen links und rechts an der vorderen bzw. hinteren oberen Turmseite sowie zwei Laserwarnmodulen auf beiden Seiten der Turmfront, die jeweils mit speziellen Hardkill- sowie Softkill-Komponenten am Turm gekoppelt sind.

Vitaly V. Kuzmin, CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), via Wikimedia Commons, keine Änderungen

Das Aufspüren von Bedrohungen für die Hardkill-Komponente erfolgt mittels eines AESA-Radars mit elektronischer Strahlschwenkung, das bis zu 40 Boden- und 25 Flugziele gleichzeitig verfolgen kann und auf der Radar-Technologie des russischen Stealth-Kampfflugzeugs Su-57 basieren soll. Zur Zerstörung anfliegender Granaten, Raketen und Lenkwaffen dienen jeweils fünf unten am rechten und linken Turmkranz angeordnete, nach vorn in einem Winkel von je 60° gerichtete Werfer, die wie ihre Vorgänger „Drozd“ bzw. „Arena“, Spreng- und/oder Splittergranaten abfeuern. Mit diesen Granaten sollen gegnerische Spreng- und Hohlladungsgeschosse, Raketen sowie Lenkwaffen vor dem Aufschlagen auf die passive/reaktive Panzerung des T-14 beschädigt oder sogar zerstört werden.
Es ist in der Fachwelt heftig umstritten, ob „Afganit“ einen KE-Penetrator aus Wolframkarbid oder abgereicherten Uran tatsächlich beschädigen oder zerstören kann. Russland verfügt bei APS insoweit über eine mehr als zwanzigjährige Erfahrung, u.a. mit dem APS „Arena“, das in den 1990er Jahren deutschen und französisichen Fachleuten bereits erfolgreich vorgeführt wurde. Unter dem Namen AWiSS (Abstandswirksames Schutzsystem) befasste sich dann die deutsche Firma Diehl Defence mit aktiven, fahrzeugbasierten Schutzsystemen gegen Panzerabwehrwaffen, führte 2006 damit erfolgreich Testläufe „im scharfen Schuss“ durch und entwickelte nach dieser Erprobungskampagne AWiSS zum Aktiven Fahrzeugschutzsystem AVePS (Active Vehicle Protection System) fort. In zwei Testkampagnen im Jahr 2011 konnte AVePS seine Funktions- und Leistungsfähigkeit gegen verschiedene Arten panzerbrechender Waffen erfolgreich demonstrieren, dabei wurden auch KE-Penetratoren in ausreichendem Abstand vom Fahrzeug abgewehrt! Die Fa. Diehl meldete 2011 ein Patent unter der Nr. DE102011010902A1 für ein abstandswirksames aktives Fahrzeug-Schutzsystem an. In der Beschreibung zur Patentanmeldung heißt es wörtlich: „Das System ist an Bord des potentiell bedrohten Fahrzeuges installiert und dafür ausgelegt, sensorgesteuert, mittels eines Rechners zum Verarbeiten von Zieldaten, autonom operierend die aktuelle Bedrohung zu erfassen und sie in unkritischem Restabstand mittels einer gerichtet verbrachten und bei hinreichender Annäherung an die Bedrohung kontrolliert gezündeten, mit Radialsplitter- oder insbesondere mit Blastgefechtskopf ausgestatteten Abwehrgranate zu zerstören. Für den Sonderfall einer Auslegung zur Abwehr von sehr schnellen Bedrohungen wie durch KE-Penetratoren ist die Granate zusätzlich mit einer Annäherungssensorik für die Zündauslösung ausgestattet.“. Nachdem es also bereits vor 10 Jahren dem Westen gelungen war, Wuchtgeschosse mit KE-Penetratoren erfolgreich durch ein APS abzuwehren und unter Berücksichtigung der unbestritten weiterreichenden Expertise Russlands auf diesem Gebiet, darf und muss man wohl davon ausgehen, dass „Afganit“ hierzu auch in der Lage sein wird. Eine denkbare Lösung könnte darin bestehen, dass die „Afganit“-Abwehrgranate auf Höhe des Leitwerks des mit Mach 5 anfliegenden KE-Penetrators gezündet wird, was zu einer Pendelung und erheblichen Leistungsreduktion (30-50%) führen würde. Die hierfür erforderliche zeitgenaue Zündung setzt einen Datenlink zwischen APS-Feuerleitcomputer und der Abwehrgranate selber voraus, was in israelischen APS vermutlich bereits realisiert sein dürfte.

Alexey Vasilenko, CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), via Wikimedia Commons, keine Änderungen

Die Softkill-Komponente nutzt neben den oben bereits erwähnten beiden Laserwarnmodulen zwei dreh-/schwenkbare Werfereinheiten à je 12 Wurfbechern links und rechts im vorderen Bereich des Daches und zwei im hinteren Bereich des Turmdaches des T-14 versenkte, fix nach oben gerichtete Werfereinheiten à je 12 Wurfbecher, die zur Selbstvernebelung mit einem multispektralen Nebel dienen. Damit können auch moderne Panzerabwehrlenkwaffen der dritten oder vierten Generation mit Top-Attack-Fähigkeitein (u.a. FGM-148 Javelin) und Sensormuntion der Artillerie (SMArt 155, BLU-108) abgewehrt werden. Unter Berücksichtigung der in den letzten zehn Jahren stark gestiegenen russischen Fähigkeiten in der elektronischen Kriegsführung muss weiterhin davon ausgegangen werden, dass Afghanit deutlich leistungsfähiger zur elektrooptischen bzw. – magnetischen Störung und Niederhaltung von Lenkwaffen mit Laser- und infrarotbasierter Flugkörpersteuerung ist -z.B. durch das „Überstrahlen“ mittels Infrarot-Scheinwerfern oder durch einen elektromagnetischen Impuls-, als das bereits in den 1980er Jahren entwickelte Shtora-1.

Der T-14 verfügt schließlich an den beiden hinteren Wannenseiten in Höhe des Motorraumes und der Kraftstoffbehälter über eine sogenannte Käfigpanzerung, die den elektrischen Zündstromkreis von Hohlladungsgeschossen, z.B. die der weltweit sehr verbreiteten RPG-7, vor dem Auftreffen auf die eigentliche Panzerung zur Detonation bringen soll, so dass der Gefechtskopf seine volle Durchschlagsleistung nicht mehr entfalten kann. Der Vorteil dieses Konzeptes liegt in der Gewichtsersparnis und der weiterhin gewährleisteten Mobilität des Fahrzeugs im Vergleich zu anderen Zusatzpanzerungen. Der Nachteil liegt in einem vergleichsweise geringen Schutzspektrum: Die Käfigpanzerung wirkt nur gegen Hohlladungsgeschosse, andere Munitionsarten hingegen werden nicht beeinflusst. Ob bei der späteren Serienversion des T-14 auf die Käfigpanzerung verzichtet wird bzw. diese nur in bestimmten Einsatzländern adaptiv zum Einsatz kommt, muss sich noch zeigen.

Nach alledem muss davon ausgegangen werden, dass der T-14 der dreiköpfigen Besatzung insgesamt ein höheres Schutzniveau bietet als seine westlichen Konkurrenten und das trotz des deutlich niedrigen Gefechtsgewichtes.

Vitaly V. Kuzmin, CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), via Wikimedia Commons, keine Änderungen

Bewaffnung und Munition

Der T-14 ist mit einer neu entwickelten 125mm Glattrohrkanone Typ 2A82-1M ausgerüstet, deren technische Daten der Geheimhaltung unterliegen. Der Autolader in der Unterlafette des Turmes kann 32 Panzergranaten (getrennte Munition) aufnehmen, 45 kann der T-14 insgesamt mitführen. Die Durchschlagsleistung mit älterer Munition dürfte bei einer Entfernung von 3km bei ca. 800mm RHA betragen. Bei Geschossen mit Hohlladung steigt die Durchschlagsleistung proportional zum Kaliber, weshalb hier die Werte im Vergleich mit denen vom Kaliber 120mm nur um rund 5% höher bei ca. 1.200mm RHA liegen dürften. Die maximale Einsatzdistanz für die vom T-14 verwendeten Pfeil- und Hohlladungsgeschosse wird bei etwa 5-7,5km, die effektive bei etwa 3-4km liegen. Die Kanone kann sowohl die großen Lagerbestände des russischen Heeres an alter 125mm Munition und Lenkwaffen mit Einsatzdistanzen von mehr als 5km verschießen, als auch mit seiner speziellen Ladeeinrichtung eine neu entwickelte APFSDS-Munition mit vergrößerter Zusatztreibladung und einer Penetrator-Länge von bis zu einem Meter.
Zu den leistungsgesteigerten neuen APFSDS-Geschossen Typ BPS-1 „Vakuum“ gibt es nur spärliche Informationen. Die maximale Anfangsgeschwindigkeit wird mit 1.950-2.050m/s angegeben, die Durchschlagsleistung wird bei ca. 950mm RHA angegeben. Der Penetrator soll entweder aus einer Wolframlegierung oder abgereichertem Uran bestehen und nach CAD-Zeichnungen und Fotos eines Segmentes der Führungseinrichtung, die auf einem russischen Schießplatz gefunden wurde, eine geschätzte Länge von 930-960mm haben. Außerdem wird für den T-14 eine neue HE-FRAG Munition namens „Telnik“ entwickelt, die neben der klassischen Füllung mit dem Sprengstoff HEXOGEN zusätzlich in der Geschossspitze ein Element mit vorgefertigten Splittern enthält. Diese Splitter werden bei der Detonation in einem nach vorne gerichteten Bündel besonders wirkungsvoll ins Ziel gebracht.
Der maximal zulässige Rohrinnendruck steigt auf ca. 7.700 bar, die Rohrlänge soll knapp 7m betragen und erreicht damit einen kritischen Bereich hinsichtlich der Manövrierfähigkeit des T-14. Das Rohr selbst ist durch eine Autofrettage besonders vergütet worden, um höchste Drücke aushalten zu können und ist zudem teilverchromt. Durch die hohe Mündungsernergie von 15 Megajoul ist die Lebensdauer des Rohres vermutlich auf 200-280 Schuss mit Pfeilmunition begrenzt. Die Sekundärbewaffnung besteht aus einem 12.7mm Maschinengewehr, das auch zur Flugabwehr einsetzbar ist, und einem 7.62mm Koaxial-Maschinengewehr.

Überlegungen, den T-14 mit einer 152mm Kanone Typ 2A83 auszurüsten, dürften aus zwei ganz entscheidenden Gründen erst einmal nicht realisiert werden: Schießerprobungen mit der 152mm Version der leistungsgesteigerten neuen APFSDS-Geschosse aus der Kanone 2A83 gegenüber der 125mm Version für die 2A82 erbrachten keine signifikante Erhöhung der Durchschlagsleistung. Man vermutet, dass die deutliche Vergrößerung der Führungseinrichtung für das kalibergleiche Geschoss zu einer Gewichtserhöhung und zu einem höheren Widerstand im Rohr geführt hat, wodurch der Leistungsvorteil aus größerer Treibladung und größerem Rohrkaliber wieder aufgezehrt wurde. Außerdem hat ein 152mm Geschoss einen rund 50% höheren Platzbedarf gegenüber einem 125mm Geschoss, womit die Munitionskapazität von aktuell 45 Schuss (125 mm) auf ca. 30 Schuss (152 mm) sinken würde, was sich wiederum negativ auf die Einsatzdauer des T-14 auswirkt. Die 152mm Kanone würde jedoch Vorteile für Hohlladungsmunition und Panzerabwehr-Lenkwaffen bieten, da die Größe der Hohlladung wachsen oder eine zweite Ladung hinzugefügt werden könnte (sog. Tandemladung).

Vitaly V. Kuzmin, CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), via Wikimedia Commons, keine Änderungen

Führung und Systemsteuerung

Die dreiköpfige Besatzung des T-14 befindet sich nebeneinander in einem gepanzerten Wannenbug, von links der Fahrer, mittig der Richtschütze und ganz rechts der Kommandant. Eine gepanzerte Schottwand trennt die Besatzung vom Waffen- und Munitionsraum in der Wannenmitte, eine weitere Schottwand diesen wiederum vom Motorraum. Ein direkter Zugriff auf die Waffenanlage im unbemannten Turm ist der Besatzung damit unmöglich, die Bedienung von Waffenanlage und Antrieb erfolgt ausschließlich elektronisch. Grundsätzlich können Störungen im Turm von der Besatzung nicht selbst beseitigt werden. Für die Bedienung der Waffen- und Feuerleitanlage stehen dem Kommandanten sowie dem Richtschützen jeweils zwei berührungsempfindliche LCD-Monitore zur Verfügung, die als Schnittstelle zum Hauptcomputer des T-14 dienen. Auch der Fahrer steuert den Panzer elektronisch und erhält Informationen und Zugriff auf das Fahrzeugmanagement nur über LCD-Monitore. Fahrer und Kommandant verfügen zusätzlich über je drei Winkelspiegel, während der Richtschütze nur einen hat. Das mit dem Hauptcomputer verbundene Feuerleitsystem besteht u.a. aus einem elektrooptischen Zielfernrohr mit Infrarot-Kamera und Laserentfernungsmesser an der Turmfront, einem elektrooptischen Kommandantenperiskop mit Infrarot-Kamera und Laserentfernungsmesser oben auf dem Turmdach, einer ferngesteuerten Waffenstation mit 12,7mm MG wiederum auf dem Turmdach nebst Infrarot-Kamera und Laserentfernungsmesser, einem analogen TV-Zielfernrohr für den Notschussbetrieb, sechs TV-Kameras für die Rundumbeoachtung sowie zwei AESA-Radargeräten für die Schutzsysteme APS Afganit und ERA Malchit sowie zur Zielaufklärung. Die Reichweite beider Radarsysteme ist geländeabhängig. Die damit generierte digitale Landkarte gewährt Informationen über den Standort eigener Einheiten aber nicht über die des Gegners. Nur bereits aufgeklärte bzw. in das System eingetragene feindliche Fahrzeuge werden angezeigt.

Vitaly V. Kuzmin, CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), via Wikimedia Commons, keine Änderungen

Würdigung und Fazit

Heftig gestritten wird unter Fachleuten darüber, ob dem im Wannenbug sitzenden Kommandanten im Gefecht nicht die notwendige Übersicht und situative Wahrnehmungsfähigkeit fehlt bzw. ob ihm mit Kameras und elektrooptischen Zielgeräten tatsächlich dieselben Informationen zur Verfügung gestellt werden können, wie mit den optischen Zielgeräten und Beobachtungsystemen heutiger Kampfpanzer in einem bemannten Turm. Sollte der T-14 insoweit über eine Technologie verfügen, die der des israelischen “Iron Vision” ähnelt, könnte der Kommandant sogar deutlich mehr sehen als in einem bemannten Turm. Dies setzt aber voraus, dass Russland über die entsprechende technische Expertise und die finanziellen Mittel verfügt.
Da der Schwerpunkt des Panzerschutzes beim T-14 auf die Besatzung im Wannenbug konzentriert ist, muss bei einem Gewicht von „nur“ 50t-55t für den Turm mit Waffenanlage und andere wichtige Bereiche die Panzerung zwangsläufig geringer ausfallen. Aktive Panzerschutzsysteme wie Afganit können dies in einem gewissen Maße ausgleichen. Wird aber im Gefecht der schwächer gepanzerte Turm tatsächlich getroffen, fällt dieser u.U. sogar mit der Kanone komplett aus, schlimmstenfalls sogar der gesamte Panzer, denn der Großteil der hoch entzündlichen Munition lagert konzentriert im Fahrzeuginneren, quasi in der Mitte des Panzers zwischen Motorraum und Bugkapsel. Ob ein wirksames Konzept für einen effektiven Druckabbau im Falle einer „Verpuffung“ der Treibladungen im Turm vorhanden ist, ist bislang unklar. Inwieweit dies wirklich eine Schwachstelle ist und ob die im Autolader lagernde Munition dann tatsächlich explodiert, wird man wohl erst mit absoluter Sicherheit bei Treffern im Gefecht feststellen können.
Wichtige Baugruppen des APS Afganit (Radar, Wurftöpfe etc.) befinden sich außerhalb der Turmpanzerung und können kaum wirksam gegen Splitter oder selbst kleinkalibrige Geschosse geschützt werden, wodurch ein Ausfall unter Gefechtsbedingungen mehr als wahrscheinlich ist. Dann aber ist der T-14 eines seiner wichtigsten Schutzsysteme beraubt und wird nur noch durch seine passive sowie eingeschränkt durch die reaktive Panzerung geschützt. Andererseits sind die Videokameras und elektrooptischen Zielfernrohre gegenüber älteren optischen Systemen weder mehr noch weniger durch Beschuss oder Splitter gefährdet. Die Optiken sind und bleiben die Achillesferse aller Kampfpanzer, auch die des T-14.
Die Länge des T-14 mit rund 11 Metern verdeutlicht, dass dieser wohl mehr für die offene Feldschlacht konzipiert ist, als für Einsätze in urbanen Gebieten, die im 21. Jahrhundert als Kriegsschauplätze an Bedeutung gewinnen dürften. Der gleiche Vorbehalt muss dann aber auch für den Leopard 2 gelten, der zwar 80cm kürzer und 30cm kleiner, dafür aber 25cm breiter ist.
In Bezug auf die Komplexität, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit dürfte der T-14 für die russischen Streitkräfte bei seiner Einführung in größeren Stückzahlen eine Herausforderung darstellen. Die Instandsetzungseinheiten des russischen Heeres werden in Zukunft wesentlich mehr Mechatroniker und Software-Spezialisten für die Wartung, Reparaturen und Systemupdates der Hard- und Software benötigen. All das sind aber Probleme, die mittlerweile alle modernen Streitkräfte beim Einsatz technisch aufwändiger Waffensysteme haben.

Vitaly V. Kuzmin, CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), via Wikimedia Commons, keine Änderungen

Es ist für den Westen und die NATO überaus riskant, den T-14 als ein nicht leistungsfähiges Waffensystem abzutun, indem man einfach darauf verweist, dass die anfänglich hohen Herstellungskosten seinen Einsatz in großen Stückzahlen verhindern werden. Die Erfahrungen zeigen, dass bei militärischem Großgerät durch Skaleneffekte bei fortlaufender Serienproduktion die Kosten im Laufe der Zeit überproportional sinken. Außerdem will Russland den T-14 u.a. an Indien verkaufen, wo man sich nach einem teilweisen Ersatz für seine 2.200 T-72 umsieht. Selbst wenn die Stückzahlen niedrig bleiben sollten, könnte man den T-14 als einen weiterentwickelten Technologiedemonstrator betrachten, der mehrere neue, ineinandergreifende Innovationen bietet, die neben dem T-14 auch in bestehende Plattformen wie den T-72 oder T-90 zukünftig integriert werden können. Dies bedeutet aber auch, dass Kinderkrankheiten zunächst erkannt und behoben werden müssen, um ein akzeptables Maß an Gesamtzuverlässigkeit zu erreichen. Der T-14 ist bei der Enthüllung auf der Siegesparade 2015 in Moskau „ausgefallen“. Nach der Panne wurde die Frage aufgeworfen, ob er mechanisch zuverlässig sei. Dies ist aber kein Problem, das allein beim T-14 auftritt. Die Bundeswehr hat beim Schützenpanzer Puma über Jahre Ähnliches erlebt. Es wäre daher voreilig, ihn nur aufgrund von mechanischen Defekten beim Vorserienmodell zu beurteilen. Der T-14 zeigt vor allem, dass die russische Panzerentwicklung, die seit dem wirtschaftlichen Abschwung nach dem Ende des Kalten Krieges stagnierte, wieder auflebt und das trotz massiver westlicher Wirtschaftssanktionen seit 2014.
Dessen ungeachtet ist der T-14 nicht bahnbrechend. Russische Fachleute verweisen zurecht darauf, dass das Konzept des T-14 als sogenannter „Scheitelpanzer“ mit einer dreiköpfigen Besatzung im Wannenbug im Westen schon in den 1970er und -80er Jahren diskutiert aber dann nicht umgesetzt wurde. Israel hat mit seinem APS Trophy längst ein technisch ausgereiftes aktives Panzerschutzsystem u.a. für seine Merkava-Panzer entwickelt. Die Türkei modernisierte bereits zwischen 2006 bis 2009 ihre M60 u.a. mit einer explosiven Reaktivpanzerung aus Israel. Der T-14 stellt aber gerade in seiner ausgewogenen Gesamtkonzeption aus Mobilität, Schutz und Feuerkraft (sog. „Eisernes Dreieck“) einen technischen Fortschritt in der gepanzerten Kriegsführung dar, bei dem sich die NATO mit ihren Kampfpanzern gegenüber Russland derzeit im Rückstand befindet und es nicht absehbar ist, wann und wie dieser Rückstand aufgeholt werden soll. Immer weitere Kampfwertsteigerungen veralteter westlicher Panzertypen, die zu einem immer höheren Gewicht bei sinkender Mobilität führen, werden hierfür nicht ausreichen. Wenn man sich in Deutschland so sicher wäre, dass der Leopard 2 in der aktuellen Konfiguration und mit seiner 120mm Kanone dem T-14 und seinem hier dargelegten Panzerschutzkonzept vollauf gewachsen ist, dann stellt sich doch die Frage, warum man bei Rheinmetall mit einer neu entwickelten 130mm-Glattrohrkanone L/51 -gerade mit dem Hinweis auf den T-14- den Leopard 2 nachrüsten will? Nur am Rande sei noch angemerkt, dass aktuell 17 Leopard 2A7 für die VJTF im Baltikum mit dem israelischen APS Trophy nachgerüstet werden und der jüngst vorgestellte Leopard 2A7V u.a. Seitenschürzen mit explosiver Reaktivpanzerung ausgestattet ist, die denen des T-14 sehr ähnlich sehen.
Der T-14 sollte daher als Weckruf an den Westen aber vor allem an Deutschland und Frankreich verstanden werden, die Entwicklung des Main Ground Combat System ohne weitere Verzögerungen, politischen Streit oder endlose Diskussionen über Exportbeschränkungen und geistiges Eigentum mit aller Kraft voranzutreiben. Es besteht ansonsten die reale Gefahr, dass die NATO ohne die Anschaffung moderner, zukunftssicherer Plattformen zur Bekämpfung vergleichbarer gepanzerter Streitkräfte bei einem möglichen künftigen Waffengang mit Russland unterliegen dürfte.

 


 

Quellen:

7 Kommentare zu „Russlands Kampfpanzer T-14 Armata – Daten, Fakten, Mythen

  1. Sehr geehrter Herr Näbig,

    vielen Dank für diese ausführliche Diskussion. Hier ein paar mehr oder weniger wilde Bemerkungen:
    A) Das Gesamtgewicht der meisten neueren Panzerentwicklungen liegt bei unter 60 Tonnen – so etwa der koreanische K2 (55 Tonnen), der japanische Typ 10 (40 Tonnen) oder der chinesische Typ 99A (55 Tonnen). Diese Systeme Bewegen sich in der Regel auch in einem mit dem Armata vergleichbaren PS/ Tonne Bereich (um die 27). Die große Neuerung des Armata ist hier sicherlich das Serienmäßig eingeplante Hardkill-System. Von derartigen Systemen dürften zukünftig insbesondere sehr leichte Panzer wie der Typ 10 profitieren, da sie im Schutzniveau zu wesentlich unbeweglicheren Systemen aufschließen können.
    B) Der beim Armata geplante, exessive Radar-Einsatz ist natürlich ein zweischneidiges Schwert, da er die Aufklärung eines solchermaßen emittierenden Panzers erleichtert. Dies würde ich als Hinweis darauf lesen, dass die auf „Angriff“ gepolte alte sowjetische Doktrin hier noch immer deutlich über „Tarnung“ gestellt wird.
    C) Da Kampfpanzer inzwischen vor allem in Europa sehr selten geworden sind, sollte der Fokus weniger auf direkten Duellsituationen zwischen rus. und westlichen Kampfpanzern als vielmehr auf die wechselseitige Verwundbarkeit gegen andere Systeme gelegt werden. Das große Risiko für den Westen liegt hier darin, dass ein mit Hard&Softkillsystemen ausgestatteter T72 für alle anderen Systeme außer einem Kampfpanzer in etwa genauso schwer auszuschalten sein dürfte wie ein Armata (eine Hellfire-Rakete oder Lahat-Munition etwa dürfte das Dach eines Armata ebenso „knacken“ wie das eines T 72, vorrausgesetzt, sie kommt eben an den Abwehsystemen vorbei). Für die Russen (potentiell aber auch die Chinesen) ist dies ein besonderer Vorteil, da sie über große Mengen nachrüstbarer Fahrzeuge verfügen.
    D) Falls Penetratoren tatsächlich halbwegs effektiv abgefangen werden können, dürfte dies das Ende der Glattrohrkanone als Panzerbewaffnung einläuten – zugunsten einer Mittelkaliberkanone (70-100 mm), die flexibler einsetzbar ist (Drohnen bzw. Flugabwehr) und Aufgrund ihrer höheren Schussfolge eher in der Lage sein wird, gegnerische Abwehrsysteme zu „überfrachten“

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    1. …an die leichtere Aufspürbarkeit bei Einsatz des AESA-Radars hatte ich zuerst gar nicht gedacht. Danke für den Hinweis. Ich glaube allerdings, dass Panzer bzw. gepanzerte Fahrzeuge zumindestens in Osteuropa eine Renaissance erleben werden. Polen und Ungarn haben neue Kampf- und Schützenpanzer bestellt. Selbst Bundeswehr stockt Leo2 auf. Ob der KE-Penetrator wirklich dank Afganit ausgedient hat, ziehe ich in Zweifel, wahrscheinlich wird der technische Fortschritt hier dem APS ein Schnippchen schlagen…

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  2. 1) Die neue russische Philosophie re Schutz der Besatzungen hat denke ich va mit China zu tun – da ist man zahlenmäßig stark unterlegen.

    2) Leo hat NERA-Beulbleche, insb im Turm. Zusammen mit dessen Form machen die russischen Pfeilgeschossen das Leben sehr schwer. Plus bessere Elekttronik und Optiken.
    Bei einem Duel in teilgedeckter Stellung würde ich daher auf den Leo II A7V setzen.
    Ob die Russische Besatzung das überlebt, ist relativ wurscht, da sich die Russen auf absehbare Zeit kaum Ersatztürme leisten werden können, selbst wenn sie das Geld für mehr als 40 Armatas zusammenkratzen können.

    3) Lang vor dem MGCS wird D erst mal den Leo II A8 bekommen (2028-30). Der wird höchstwahrscheinlich ADS von RM iVm MUSS 2.0 haben, was mindestens so effektiv sein wird wie alles das die Russen haben – und noch dazu sehr viel weniger gefährlich für Infanteristen in der Nähe.
    Zm Thema APS gibt es nen schönen Blogeintrag bei „under the turretring“

    4) Dass RM dafür gerne die 130mm verkaufen würde, heisst nicht dass das auch bald passiert. Die Steigerung von L44 auf L55 und L55A1 brachte jeweils eine 20% Mündungsenenergieerhöhung. Die L55A2 für den A8 dürfte da vergleichbare Verbesserungen bringen, und zusammen mit neuer Munition auch weiterhin für die russischen Panzer ausreichen. Dann gibt es immer noch die Option E.T.C. an der die USA und RM eifrig arbeiten dürften. Und die passen alle in die bisherigen Leo Türme.
    Wenn man neue Türme baut, kann man die so auslegen, dass sowohl ne 120mm als auch ne 130mm (oder gar die frz 140mm) reinpasst. So wie auch der Abrams erst ne 105mm bekam und dann aufgerüstet wurde.

    5) Ich bin von der MGCS Idee nicht wirklich überzeugt. Ja, für die Franzosen und den Balkan ist das nützlich. D wird aber wenn dann in Polen kämpfen. Und da ist ein 55t Panzer entweder zu schwer (Sümpfe), oder könnte gerne schwerer sein (Ebene). Brücken sind da wirklich kein Argument – wenn es da richtig knallt, werden die normalen Brücken eh in die Luft gehen, bevor wir sie nützen können. Und dann ist eher die Frage, ob wir genug M3 Amphibien haben. Ausserdem kann der Leo 4m tauchen. Das reicht für die meisten Flüsse.

    6) vor allem aber macht die Lasertechnik große Fortschritte. Die Israelis testen Laser in ner Cessna, Wir testen Laser auf Boxer. 2040 kann es gut sein, dass man auf nem Panzer ein Modul installieren kann, mit dem man anfliegende Wirkmittel stoppen kann. So was wird aber VIIIIIEL Energie brauchen. Das bedeutet ein starkes Triebwerk und ein leistungsfähiger Generator. Dafür ist in einem schweren Panzer aber sehr viel besser Platz als in allem, was als MGCS gerade angeacht ist.

    7) Der Grundansatz des Leos ist in der Hinsicht noch lange nicht ausgereizt. Moderne Diesel können die gleiche Leistung (1500 PS) mit 2/3 der Masse und 2/3 des Raumbedarfs aufbringen. Das gibt Spielraum für die in 6) genannten Optionen.

    8) Das Gute ist, dass MGCS als System der Systeme angelegt ist. Dh, man kann durchaus eine 50t Familie entwickeln, und zusätzlich einen Leo III, der viele der neuen Systeme verbaut, und so die Logistik sehr vereinfachen.
    Viele Asiatische Länder wie Japan, China oder Korea haben zwei Panzer im Einsatz – mittlere und schwere Entsprechen könnte man im Europäischen Rahmen beides entwickeln, und dann je nach Bedarf eine unterschiedliche Anzahl der Typen bestellen. ZB D+Polen je 300 LEO III und 150 MGCS und umgekehrt bei UK, FRA je 300 MGCS und 100 LEO III. Für Italien reichen hinter den Alpen die 50t Panzer – plus leicht verlegbare Radpanzer (Centauro III? tiefergelegter Boxer?).

    9) Das würde auch die Frage der Systemführerschaft vereinfachen: KMW und Nexter machen den bisher geplanten MGCS, RM und BAE den Leo III und Italien baut Radpanzer. Für Polen wird sich auch ne MGCS Variante (4 geplant?) finden lassen, die die bauen können.

    Genug gequasselt …

    Gefällt 1 Person

  3. Äußerst ausführlicher und lehrreicher Artikel für jeden (Panzer)Soldaten!
    Man darf aber nie vergessen , dass es letztlich auf den Kampfgeist ankommt ! Und an dem mangelt ed im Westen….

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